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In Kandlerhof veritas

© Kandlerhof Foto Privatarchiv 09

In Kandlerhof veritas

 

St. Magdalena ist das schönste Weindorf der Welt. Im Herzen des Weinberg-Schatzes liegt der wunderbare Kandlerhof, der immer wieder neu aufzublühen vermag. Ein spannendes Doppel-Interview über die „maschinelle Revolution“ im Weinberg, den großen Visionär Gregor, den Spaßfaktor beim „Wimmen“, harte Zeiten, Neid und Ängste, einen Bub, der Traktor fährt, gierige Ex-Traubenabnehmer und über Emotion und Leidenschaft am Kandlerhof.

 

von Roman Gasser

 

Ein einzigartiger Weinberg, der sich mit viel Schönheit und Charakter schmückt, ein Stück Land, das mit keinem anderen auf dieser Welt vergleichbar ist. Der Weinberg strotzt nur so von Stärke, liebenswerter Umgebung und Stolz. Das Weindorf St. Magdalena in Bozen ist ein historischer Schatz, der immer wieder neu aufzublühen vermag. Das Weingebiet ist bekannt für seine exzellente Weinproduktion und bildet mit seinen gleichmäßig angelegten Rebanlagen einen wunderbaren Blickfang. St. Magdalena ist eines der Geburtsdörfer der Vernatschtraube – der Mutter des klassischen St.-Magdalener-Weines, eines der traditionsreichsten Weine im Land. Der fruchtig trinkige Wein soll alles zeigen, was das Ursprungsgebiet auszeichnet. Der rubinrote Wein ist gleichzeitig auch der Namensgeber des Weinberges.

Wenn es St. Magdalena nicht schon gäbe, müsste diese Ortschaft erfunden werden.

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Inmitten dieser Schönheit erstrahlt das Weingut Kandlerhof – bei weitem der schönste Teil des St.-Magdalena-Weinberges. Die Hügel und Weinpergel des Kandlerhofes erstrahlen im vollen Glanze und bereiten Lust auf guten Wein. Wenn man so dahinschwärmt, stellt man sich die Frage, wie es früher gewesen mag, wie die Familie Spornberger über Jahrhunderte, eine Generation nach der anderen, den Kandlerhof zu dem formte, was er heute ist – nämlich wunderbar. Eine Zeitreise zu den Anfängen der Erfolgsgeschichte und alles über die einprägsamsten und wichtigsten Zeitabschnitte in der Geschichte des Kandlerhofes.

 

Der Hof wurde bereits 1278 als „Dornhof“ bekannt. Seinen heutigen Namen verdankt das Weingut dem Besitzer Josef Anton Schloterpöck. Später im Jahr 1793 wurde der Hof von Johann Spornberger erworben. Dessen Nachkomme Gregor Spornberger begann Ende der 1960er Jahre erstmals mit der Flaschenabfüllung und war Vorreiter der „maschinellen Revolution“ in der Weinbranche. 1993 wurde dem Kandlerhof vom Land Südtirol der Titel „Erbhof“ feierlich verliehen. 2009 starb der Pionier Gregor Spornberger. 

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Wie waren die Zeiten während der Umstellung vom Landwein zum Qualitätswein? Teresia, die Frau von Gregor Spornberger, und dessen Sohn Martin in einem spannenden Interview.

 

Frau Teresia, Ihr Mann Gregor war einer der ersten Weinbauern, der die Flaschenabfüllung eingesetzt hat. Was änderte sich für den Hof und die Familie?

Teresia Spornberger: Ja, er war Vorreiter bei der hauseigenen Flaschenabfüllung. Unser damaliger Abnehmer, eine Schweizer Firma, wollte nicht mehr das bezahlen, was uns zustand. Deshalb entschied sich mein Mann, die Abfüllung selbst vorzunehmen.

Teresa und Martin Spornberger

Teresa und Martin Spornberger

 

Wie bewältigte man diese große Erneuerung?

Teresia Spornberger: Da wir jede einzelne Flasche selbst mit der Hand einstöpseln mussten, brauchten wir viele Helfer – das war schon sehr mühsam. Die Etikettierung haben wir erst kurz vor dem Verkauf vorgenommen. Zwar war früher alles ziemlich anstrengend, dafür waren aber viele Arbeitsabläufe simpler wie heute.

 

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Wie sehr war man auf externe Hilfe angewiesen? Wie war es damals beim „Wimmen“?

Teresia Spornberger: Ja, auf viel Hilfe. Früher „wimmte“ man 14 Tage lang. Wir hatten das Glück, immer tüchtige und vertrauenswürdige Freunde und Bekannte um uns zu haben, die uns sehr viel Arbeit abgenommen haben.

Martin Spornberger: Die Zeiten haben sich geändert. Früher hatten wir noch einen Knecht und andere Arbeiter, die immer am Hof anwesend waren. Sie bekamen Unterkunft, Verpflegung und einen kleinen Lohn – früher war das ganz normal. Diese Personen waren eng mit der Familie verbunden und für mich wie Familienmitglieder. Sie beeinflussten auch meine Erziehung. Früher war das recht unkompliziert.

Teresia Spornberger: Oh ja, früher war alles viel gemütlicher und weniger stressreich.

 

Waren Sie am Hof immer von einer großen Familie umgeben?

Teresia Spornberger: Es war schon ein gewisser Automatismus zu spüren. Die vielen Menschen, die am Hof lebten, gehörten irgendwie zur Familie. Ja, wir waren eine große Familie, aber nur in der Erntezeit.

 

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Wie hat man sich im Weinberg während des „Wimmens“ unterhalten? Gab es einen großen Spaßfaktor?

Teresia Spornberger: Und das wie. Wir hatten sehr viel Spaß. Früher war alles viel entspannter – heute muss alles schneller ablaufen …

 

Ihr Mann war einer der Vorreiter der „maschinellen Revolution“ im Weinberg. Wie war diese Zeit, wo mit jeder neuen Maschine die Arbeit erleichtert wurde? Wie haben Sie das empfunden?

Teresia Spornberger: Genau, mit jeder Maschine, die neu dazukam, wurde die Arbeit erleichtert und die Pflege des Weinberges und die Verarbeitung der Trauben ging immer schneller. Ja, mein Mann Gregor war der Vorreiter im gesamten Weindorf – und ich war sehr stolz darauf.

 

Martin, wie haben Sie als Bub diese Modernisierung der Weinherstellung erlebt?

Martin Spornberger: Ich habe die maschinellen Veränderungen als Kind intensiv miterlebt. Ich war ein neugieriges Kind und jede noch so kleine Veränderung habe ich vor Begeisterung regelrecht aufgesaugt. Kurz nachdem meine Eltern 1957 geheiratet hatten, ging alles zügig voran. Der Keller wurde modernisiert und vor allem mit neuen Pumpen ausgestattet. Diese modernen Pumpen gaben der Weinproduktion eine überarbeitete Arbeitsweise vor. Mein Vater hat immer vorausgedacht und wollte alles ausprobieren, um die Arbeitsabläufe bestmöglich zu optimieren. Von jeder neuen Maschine, die auf den Markt kam, war mein Vater sofort begeistert und hatte wenig Restzweifel. Er wollte immer mit der Zeit gehen und schreckte vor nichts zurück. Für mich war er ein Visionär.

Teresia Spornberger: Mein Mann verspürte nach jedem Ankauf einer neuen Maschine eine gewisse Erleichterung.

 

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Wie war der Weg vom Lieferanten zum Verkäufer?

Martin Spornberger: 1957 hat mein Vater angefangen, den Wein selbst einzukellern. Nach der Gärung wurde der Wein mittels Tankwagen in die Schweiz verkauft. Doch mein Vater war mit dieser Situation nicht mehr glücklich, also fing er an, den Wein mit einem Schlauch (in der Anfangszeit waren es 700 Liter) in Flaschen abzufüllen. Anschließend wurde der Weine mit einen Handkorken verschlossen.

 

Wieso war Ihr Vater gegenüber der Schweizer Firma so misstrauisch?

Martin Spornberger: Wir waren auch damals schon ein touristisch geprägter Ort. Mein Vater bekam sehr viel Besuch von interessierten Touristen. Ein Gast hat gefragt, wieso er den Wein nicht selbst abfülle und verkaufe. Ich glaube, dieses Erlebnis hat meinem Vater den entscheidenden Impuls gegeben, selbst durchzustarten.

Teresa Spornberger: Er war der Erste im Weindorf, der so etwas gewagt hat. Die anderen haben gelacht und seine futuristische Einstellung nicht ernst genommen. Viele waren auch eifersüchtig und stellten deshalb meinen Mann an den Pranger.

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War der Neid so groß?

Teresa Spornberger: Ja, sehr viele Mensch waren neidisch.

Martin Spornberger: Es war nicht nur Neid. Ich würde sagen, auch die Angst spielte bei vielen eine große Rolle. Mein Vater hat sich von Eindrücken anderer nie beeinflussen lassen und ist seinen Weg weitergegangen. Er hat klein angefangen, und deshalb war das Risiko nicht allzu groß. Als die Schweizer fast nichts mehr bezahlen wollten, war der Weg frei für die absolute Selbstständigkeit. Die famose Schweizer Firma wollte uns tatsächlich einreden, dass unser Wein nicht mehr trinkbar sei und wir ihn lieber verschenken sollten. Das war schon sehr skurril. Einmal war ein Weinhändler aus der Schweiz im Keller und wir haben eine Verkostung durchgeführt. Er wollte uns den größten Blödsinn, den ich je gehört habe, verständlich machen – und zwar, dass wir alle Holzfässer entfernen und mit Stahltanks ersetzen sollen. Sein Motto war: Stahl ist die Zukunft. Natürlich war es eine Masche von ihm, um den Preis nochmals drücken zu können. Mein Vater ließ sich aber nicht kleinmachen und schmiss die Schweizer raus (lacht). Unsere eigene Abfüllung hat von Anfang an funktioniert.

Teresa Spornberger: Ja, mein Mann sagte nach dem letzten famosen Treffen mit den Schweizern: Jetzt ist Schluss – ich fülle alles selbst ab.

Martin Spornberger: Ja, er sagte den Schweizern: Sie sollen sich verduften, denn wenn es so ist, möchte er lieber alles der Pfarrei schenken, bevor er seinen Wein in die Hände der gierigen Weinhändler gäbe (lacht). Mein Vater legte somit den Grundstein für die maschinelle Neuorientierung. Und sagte uns eine gute Zukunft voraus.

 

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Hatte man Existenzängste?

Teresa Spornberger: Nein, überhaupt nicht. Die Routine kam nach jeder Veränderung sehr schnell zurück. Wir verkauften den Wein nach jeder Abfüllung sehr schnell. Später fingen die Nachbarn auch an, selbst abzufüllen, da sie sahen, dass mein Mann Recht behalten hatte.

Martin Spornberger: Einfach war die Zeit aber nicht, mein Vater ist schon oft unter Strom gestanden und hatte Sorgenfalten. Heute ist durch die Kontingentierung alles anders geworden, denn früher gab es keine Mengenbeschränkung. Wenn heute nur ein Fass kaputt geht, dann haben wir 25 Prozent Verlust. Früher, als der Tourismus richtig anzog, war es einfach – denn es ging fast alles von alleine.

 

Wann kamen zum ersten Mal Touristen an den Weinhof, um dort Urlaub zu machen?

Teresa Spornberger: 1979 haben wir umgebaut und fortan konnten auch Gäste am Hof übernachten.

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Gibt es noch „Gäste der ersten Stunde“, die auch heute noch kommen?

Teresa Spornberger: Nein, denn die darauffolgende Generation ist schon erwachsen (lacht).

 

Gab es einprägsame Erinnerungen? 

Teresa Spornberger: Beim „Wimmen“ hatten wir sehr großen Spaß – wir sangen und feierten. Auch mit den Gästen hatten wir richtigen Spaß. Wir waren meistens im Keller und verbrachten schöne Abendstunden. Das ist heute nicht mehr so, dass alle zusammensitzen und sich gut verstehen. Diese Zeiten waren sehr schön. Heute müssen alle ihr Programm abspulen und das Leben ist stressreicher geworden. Die Menschen, die uns früher geholfen haben, blieben am Abend nach der Arbeit und wir unterhielten uns. Die Abendstunden waren sehr schön und einprägsam.

 

Wie war Ihre Kindheit? Haben Sie als kleiner Junge angefangen, überall mitzuhelfen?

Martin Spornberger: Für mich war schon als Kind klar, dass das mein Weg sein wird, den ich einschlagen werde. Mein Vater hat mich schon im Kindesalter überall mitgenommen und mich in bestimmte Sachen eingeweiht. Ich habe schon als Kind das Traktorfahren gelernt und war schon im Weinberg unterwegs (lacht). Ich wollte immer schon Weinbauer werden. Als ich noch die Schule besuchte, war ich immer auf meinen Vater neidisch, denn er konnte im Weinberg arbeiten und ich musste die Schulbank drücken (lacht). Ich wollte auch im Weinberg arbeiten. Ich empfand es als Strafe, die Schule besuchen zu müssen.

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Teresa Spornberger: Ja, du warst immer schon sehr heimatgebunden und von deinem Weg felsenfest überzeugt.

Martin Spornberger: Ich bin der einzige Sohn, ich habe noch drei Schwestern. Druck habe ich auch hier keinen verspürt. Ich habe in San Michele die Weinbauschule besucht. Die Dinge im Weinberg liefen aber anders und schneller – deshalb war die Schule nie mein Ding. Mein Sohn Hannes wird mein Nachfolger sein, er hat das alles ähnlich erlebt wie ich. Die größte Schule findet im Weinkeller statt – dort lernt man am meisten. Das eigene Praxisverständnis und die Erfahrung – das sind die Zutaten und der Input, um erfolgreich arbeiten zu können. Die Individualität ist wichtig und gibt dem Wein seinen Charakter. Die kleinen Unterschiede machen einen guten Wein aus – das soll auch so sein. Wir sind keine Kellerei, sondern ein Weinbaubetrieb.

 

Wenn man die heutige Zeit mit der vor 40 Jahren vergleicht – was hat sich für Sie maßgeblich verändert?

Teresa Spornberger: Man ist mit jeder großen Veränderung mitgewachsen. Wir hatten nicht die Zeit, uns zu beschweren oder einzuknicken. Wir haben es nicht wahrgenommen, wie sich die Gegebenheiten ständig verändert haben. Die Rollenverteilung war sehr klar: Ich kümmerte mich um die Kinder und den Haushalt und mein Mann um den Weinberg. Wir arbeiteten beide selbstständig – das was das Erfolgsgeheimnis, mit dem wir jede Veränderung gut überstanden haben.

 

Gibt es heute weniger zwischenmenschliche Situationen?

Martin Spornberger: Auch wir versuchen heute noch, gemeinsam zu feiern und den Abend bei einer gemütlichen „Marende“ ausklingen zu lassen. Früher waren einfach mehr Menschen am Hof – deshalb hatte man das Gefühl, es war geselliger.

Teresa Spornberger: Ja, das stimmt – früher war mehr los am Hof, es wurde auch manchmal weniger „gewimmt“, dafür aber mehr gelacht (lacht).

Martin Spornberger: Heute muss man mehr Arbeit im Weinberg verrichten als früher. Durch die sogenannte „feine Auslese“ ist es sehr schwer geworden, den Weinberg immer gut in Schuss zu halten.

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Konnte man früher den Weinberg auch mal über mehrere Monate alleine lassen, da es noch keine Feinauslese gab?

Martin Spornberger: Ja, früher hatten wir auch nicht mit Trauben-Krankheiten zu kämpfen. Die Weinpflege spielt heute eine größere Rolle – früher war das kein großes Thema.

 

Wurde früher der Qualität keine große Bedeutung geschenkt?

Martin Spornberger: Ein wenig selektiert wurde schon. Man hat auch einen sogenannten „Feierabend-Wein“ gemacht – einen leichten, hellen und alkoholarmen Tischwein. Diese Tradition haben wir beibehalten. Wir machen auch heute noch Hauswein für den Eigengebrauch – auch wir trinken gerne Wein (lacht). Natürlich wurde die Traubenmenge im Laufe der Zeit drastisch reduziert – Qualität ist das Wichtigste. 1991 haben wir eine Maschinen-Raube gekauft, um den Zugang zum Weinberg zu erleichtern. Wir haben mit unserem Enthusiasmus das ganze Weindorf angesteckt.

Teresa und Martin Spornberger

Teresa und Martin Spornberger

Teresa Spornberger: Früher haben wir alles mit der Hand gemacht – das war sehr anstrengend.

Martin Spornberger: Früher, jedes Jahr im Frühling nach einem Wettereinbruch, löste sich die Erde im Weinberg und floss ins Tal hinunter – das war nicht lustig. Die Erde musste wieder mühsam hinaufgeschleppt werden. Das musste sehr schnell erledigt werden, denn sonst würde sich die Erde verhärten. Diese Arbeit war umsonst, denn mein Vater hat herausgefunden, dass wenn man die Wurzeln in die Erde einpflanzt, das Erdreich befestigt wird. So blieb die Erde nach einem Gewitter einfach liegen. Die Nachbarn waren am Anfang skeptisch – sahen aber später ein, dass mein Vater recht hatte. Diese Technik verwenden wir auch heute noch.

 

War es früher eine große Herausforderung, die abgerutschte Erde wieder in den Weinberg zu transportieren?

Martin Spornberger: Ja genau, es war für alle Beteiligten eine sehr schwere Arbeit. Man muss auch sagen, dass hier in St. Magdalena die Nachbarschaftshilfe immer schon wichtig war und auch von jedem wahrgenommen wurde. Ist ein Nachbar in Not, hilft die gesamte Nachbarschaft. Es gibt keinen Neid unter uns Weinbauern, denn Neider gibt es sonst schon zur Genüge (lacht).

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Gibt es eine skurrile Geschichte von früher?

Teresa Spornberger: Vielleicht wurde beim „Wimmen“ mehr gelacht und zu wenig gearbeitet. Früher hieß es immer: Iss Trauben, damit du keine Witze erzählen kannst (lacht).

Teresa und Martin Spornberger

Teresa und Martin Spornberger

Martin Spornberger: Die Trauben waren früher sehr wertvoll, jeder Kern, der am Boden lag, wurde aufgehoben. Heute wird das Meiste auf dem Boden liegen gelassen. Früher verteilte man im Weinberg Süßigkeiten – damit den Arbeitern die Lust verging, Trauben zu essen. (lacht).

Teresa Spornberger: Früher wurde alles irgendwie verarbeitet – selbst die Kerne, die am Boden lagen. Heute ist das nicht mehr so.

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Martin Spornberger: Heute ist der Qualitätsanspruch sehr gestiegen und gewisse Abläufe haben sich ins Positive verändern. Die Qualität von Früher kann man nicht im Geringsten mit der von heute vergleichen. Die Weine waren leichter, frischer und fruchtiger – die Kraft im Wein fehlte aber. Heute haben wir eine qualitativ viel bessere Weinproduktion. Die Zeiten haben sich positiv verändert – ich bin sehr glücklich …

 

Vielen Dank für das höchstinteressante und sehr unterhaltsame Gespräch!

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